Goethe hätte Fragen…
„Faust. Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe ist für viele Schülerinnen und Schüler ein doch eher langweiliges und schwer verständliches Drama, welches jedoch unausweichlich zum Lehrplan gehört. Aber wie könnte man die Handlung und die Figuren verständlicher darstellen und dies zugleich mit Spaß verbinden?
Genau das ist den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen in einem kreativen Format exzellent gelungen.
In kleinen Gruppen schlossen sich die Lernenden zusammen und erhielten per Zufall eine Szene des Dramas. Die Aufgabe bestand darin, die gezogene Szene kreativ vor allen anderen Gruppen zu präsentieren. Die Wahl der Darstellung bestand zwischen einer traditionellen Inszenierung, einer modernen Bühneninterpretation oder eines selbst gedrehten Videos als Nachrichtenreportage. Kostüm, Bühnenaufbau, Requisiten, Musikeinsatz und Figurendarstellung waren den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern dabei selbst überlassen, sodass sie ihren Ideen freien Lauf lassen konnten.
Am 05.06. und 08.06.2026 verwandelte sich die Aula in eine große Theaterbühne. Von der ersten Szene „Prolog im Himmel“ bis hin zur letzten Szene „Kerker“ gab es zahlreiche amüsante Auftritte, ohne Scheu vor lustigen Kostümen oder gewagten Texten. Von Jungs in Kleidern und Röcken über ein Karaoke-Einsatz bis hin zu dem Teufel Mephisto in Sneakern war alles dabei. Die Zuschauer wurden von der Disco, über einen Tatort bis zu einer Psychiatrie durch die Welten eines modernen Fausts mitgenommen uns sahen sogar eine Szene im Stil von „Fack ju Göthe“. Neben mühevollen produzierten Tagesschau-Videos wurde sogar die Frage beantwortet, was passiert, wenn Faust Drogen zu sich nimmt.



Am Ende gelang es allen Gruppen zusammen das doch eigentlich „langweilige“ Drama für alle Anwesenden nachvollziehbar und lustig darzustellen. Da soll noch einmal jemand sagen, die Jugend von heute sei nicht mehr kreativ. Mit dieser harten Arbeit konnten alle das genaue Gegenteil beweisen und haben ein unvergessliches Theatererlebnis beschert.
T. Meißner (Klasse 10a)



